Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,  

Führungskräfteentwicklung –  je länger ich auf diesem Feld aktiv bin, umso mehr denke ich: ‚Wenn’s kompliziert ist, mach es einfach‘. Wer werteorientierte Führungskräfteentwicklung im Unternehmen implementieren will, braucht in allererster Linie den Mut und die Konsequenz, dieses Thema anzugehen und oft auch einen langen Atem, um seine Pläne und Ziele auch zu verwirklichen. Häufig kommt etwas dazwischen, man muss ständig hier ein „Wenn und da ein Aber“ aus dem Weg räumen. Womit wir schon mitten im Thema dieses zweiten Teils meiner Reihe „Essentials aus 20 Jahren Führungskräfteentwicklung“ wären.

Mein Grundsatz: Entspannt reagieren und Bedenkenträger nicht einfach stehenlassen, sondern „liebevoll“ integrieren. Wenn Sie dabei Durchhaltevermögen beweisen, werden Sie sich auch durchsetzen.

Und so hoffe ich, dass Ihnen dieser Newsletter aus dem Hause Scheitler gefällt und Sie Freude daran finden, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Wie immer freue ich mich über Anregungen, Themenwünsche und Kommentare an scheitler(at)scheitler.de oder gerne auch auf meiner Facebook-Seite.

Es grüßt Sie herzlich,

Ihre Christine Scheitler

 

 

Aktuell im Fokus:

Werteorientierte Führungskräfteentwicklung – wie aus Verhalten Haltung wird. Essentials aus zwei Jahrzehnten Führungskräfteentwicklung.

(2)  Mit Weisheit Menschen führen - so gelingt der Prozess zur werteorientierten Führungskräfteentwicklung

Werte geben unserem Handeln Richtung. Sie sind Motor und Motivator für unser Tun. Werte im Unternehmensalltag wirken durch Sie als Führungskraft. Wir agieren effektiver, wenn wir Werte nicht als Mittel betrachten, sondern uns mehr im Wertfühlen üben.

Wie erlangen wir jene Weisheitskompetenz, mit der wir im komplexen Führungsalltag unser Handeln auf die Grundlage unseres eigenen Wertesystems stellen? Wie implementieren wir ein entsprechendes Wertemanagement im Unternehmen? Wie entwickelt man erfolgreich eine werteorientierte Führungskraft? In diesem zweiten Teil meiner Reihe stelle ich die ersten Schritte dieses Prozesses vor und erläutere ihre Bedeutung. Für Sie als Führungskraft. Und für Ihr Unternehmen.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag...

 

 

Für Sie gelesen:

Was wir sind und was wir sein könnten.

Erst in allerjüngster Zeit hat die Hirnforschung eine Entdeckung gemacht, die unser gegenwärtiges Bild von uns selbst zutiefst erschüttert. Unser Gehirn wird nicht so, wie es unsere genetischen Anlagen vorschreiben. Es lässt sich auch nicht wie ein Muskel trainieren. Es ist viel einfacher: Unser Gehirn entwickelt sich von ganz allein, abhängig davon, wie und wofür wir es mit Begeisterung benutzen.

Dass sich Menschen für alles Mögliche begeistern können, haben sie zu allen Zeiten immer wieder bewiesen, oft genug mit fragwürdigen Folgen. Menschen können aber auch ihre Begeisterungsfähigkeit verlieren, sogar kollektiv. Dann funktioniert ihr Hirn zwar noch, aber es entwickelt sich nicht mehr weiter. Statt Potenzialentfalter, die sie sein könnten, bleiben viele Menschen dann nur Ressourcennutzer und Besitzstandswahrer.

In seinem „neurobiologischen Mutmacher“ plädiert Gerald Hüther deshalb für einen Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcenausnutzung zu einer der Potentialentfaltung. Aus der Sicht des Neurobiologen zeigt er eindrucksvoll, wie es uns gelingen kann, aus dem, was wir sind, zu dem zu werden, was wir sein könnten.

Ein sehr empfehlenswertes Buch – und es passt wunderbar zu unseren werteorientierten Führungskräfteentwicklungsthemen

 

 

Mal wieder vor die Tür:

Von der Leidenschaft geführt zu werden

Vor einigen Monaten entdeckte ich einen für mich ganz anderen Zugang zum Thema  „Führung“. Ursprünglich als Geburtstagsüberraschung für einen Freund geplant, hat sich daraus für mich ein wunderbares, ganzheitliches Forschungsthema entwickelt, das ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, an dieser Stelle sehr gerne empfehlen möchte:

TANGO ARGENTINO – ein intensiver Kurs in Sachen „Führen und geführt werden“

Als ich mich spontan zu einem Anfängerkurs anmeldete, hatte ich zuvor noch nie einen Schritt Tango Argentino getanzt. Doch eh ich mich versah, war ich mittendrin! Meine ersten richtigen bzw. falschen Tanzschritte machte ich mit einem wildfremden Mann unter Anleitung eines sehr der Improvisation verschriebenen Tanzlehrers.

Es wäre vermutlich egal gewesen, mit wem, wo und unter wessen Obhut ich diese ersten Schritte sonst gemacht hätte, an dem, was mich zunächst erwartete, hätte es nicht viel geändert:  Frust. Es gesellten sich hin und wieder ein paar Lichtblicke hinzu, aber es fehlte jede Spur der viel zitierten Erotik. Und Leidenschaft? Fehlanzeige. Eher schon war da ein Gefühl von uneleganter Unbeweglichkeit. Ich kam mir vor wie eine Frau, die ihre Handicaps noch nie bemerkt hatte. Meine Haltung, das Gehen, das Drehen, ja selbst das Stehen, die selbstverständlichsten Tätigkeiten wurden auf einmal zum Problem. Und das alles nur, weil ich mir in den Kopf gesetzt hatte, diesen Tanz zu lernen! Statt der erhofften zarten Berührung gab’s erst einmal nur reales Gezerre und Geschiebe. Allein unsere unbeugsame Lernmotivation und Begeisterung sowie unsere Fähigkeit, über uns selbst lachen zu können, ließ uns diese ersten Stunden ertragen.

Das Thema „Führen und geführt werden“ gehört in meinem beruflichen Alltag ja durchaus zu meinem Repertoire, aber hier wurde es mir erst in seiner ganzen Zwiespältigkeit bewusst. Die Führung beim Tango übernimmt mit wenigen Ausnahmen der Oberkörper des Mannes und hier gibt es nichts, womit der Mann auch nur andeutungsweise mit seinen üblichen Methoden führen könnte. Das verlangt eine ganz besondere Sensibilität, die vielen Männern auf Grund ihrer Sozialisation fehlt.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass es in der Tangoszene einen strukturellen Frauenüberschuss gibt. Die meisten Männer spüren von vorneherein instinktiv, dass sie damit überfordert sind. Oder sie merken sehr schnell, dass sie Probleme mit dieser Art der Führung haben. Vor allem im Vergleich zu Mittänzern, die in dieser Beziehung schon viel weiter sind und bereits gelernt haben, dass Führung beim Tango nicht mit Machtausübung und Kontrolle zu verwechseln ist. Macht gibt es hier, wenn überhaupt, nur im Sinne von Wirksamkeit. Ich will als Führender beim Geführten nicht Anpassung oder gar Unterwerfung, sondern Wirkung erzeugen. So wie es auch bei der werteorientierten Führung in einem Unternehmen nicht anders sein sollte: Wir führen nicht von oben herab, sondern mit hohem Einfühlungsvermögen. Nicht starre Regeln, sondern Werte sind der oberste Maßstab. Diese Wirkung entsteht aber auch nicht ohne das eigene Zutun, nicht ohne Energieeinsatz des Geführten. Worte sind dabei nur eine Art Begleitmelodie zum Tanz. Wenn überhaupt, dann füllen sie die Pausen dazwischen. Sie haben jedoch keinen eigenständigen Wert. Beim Tango kommuniziert man ohne die übliche verbale Sprache. Die Rückmeldung seines Gegenübers erhält man dabei stets direkt und spontan. Und sie ist ehrlich, denn wenn uns auch der Kopf manchmal etwas vormachen will, der Körper lügt nicht.

Tangotänzerinnen wissen – am Anfang ist es ist gar nicht so einfach, sich führen zu lassen. Wenn man es aber verstanden hat, kommt die Leichtigkeit und es scheint ganz einfach. Es kommt dabei immer auf Führende und Geführte an.

Wer es schafft, sich auf diese ungewohnten neuen Wege im Zusammenhang mit Führung, Wahrnehmung und Kommunikation einzulassen, macht völlig neue, spannende Erfahrungen. Dies gilt für Tangotänzer ebenso wie für Führungskräfte, die neue Wege beschreiten und Werte in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen.

  • Wagen Sie ein neues Führungserlebnis - Tango Argentino Kurse gibt es in vielen Städten.

 

 

Für Sie gesehen:

Tango Pasión

Ein sinnlicher Dokumentarfilm von Kordula Hildebrandt, der den Zuschauer in die größte Tango Argentino-Szene außerhalb Argentiniens entführt. Es ist ein Streifzug durch Berlins lebhafte Tangoszene. Der Film erzählt von Eleganz und Leidenschaft, von Hingabe und Verlangen. Es geht schließlich um Tango, um jenen Paartanz voller Emotionen, dem stets ein Hauch von Geheimnis anhaftet. Interviews mit großen Tänzern geben Einblicke in die Welt dieser Protagonisten und Freunde des lateinamerikanischen Tanzes kommen natürlich auch voll auf ihre Kosten. Tango Pasión, das ist Tango satt. Und für alle Kinogänger die Erkenntnis: Für Tangofreunde gehören die Tanzschuhe in den Koffer nach Berlin.

Tango Pasión – die abendfüllende Dokumentation einer lebendigen Tango-Szene in der deutschen Hauptstadt. Ein Film, bei dem es Tänzern nicht immer leicht fällt, die Füße still zu halten.

 

 

Reklame:

Liebe Leserinnen und Leser – wir werden doch alle täglich mit Werbung und Reklame überschüttet. Ich verschone Sie deshalb an dieser Stelle damit. Sie hätten doch gerne an dieser Stelle von einem besonderen Angebot gelesen? Dann schreiben Sie mir einfach, worum es bei Ihnen geht und was Sie gerade umtreibt. Schicken Sie mir Ihre aktuellen Anforderungen und Aufgabenstellungen – lassen Sie uns darüber reden, wie mein Angebot Ihnen nutzen kann. Oder schauen Sie ganz einfach hier nach: www.scheitler.de


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